Mehr junge Familien bei der Tafel

Nicht nur durch Umstrukturierungen in der Organisation, auch bei der Tafel-Kundschaft hat es pandemiebedingt Veränderungen gegeben, so Monika Bartsch im Gespräch mit Thomas Grulke. "Wir haben weiterhin etwa 600 - 650 Familien in der Woche, es sind bislang nicht mehr Kunden geworden. Doch einige, die früher regelmäßig kamen, sind seit Corona ferngeblieben. Und unter den Neukunden befinden sich immer mehr jüngere Menschen", sagt Bartsch. Allerdings, so stellt sie fest, könne sie nicht sagen, ob das etwas mit der Corona-Krise zu tun habe, da sich bislang keine Gespräche mit den Neukunden ergeben hätten. Doch auffällig sei es schon.

Ob Erfahrungen über die Entwicklung bei den Alt-Kunden vorlägen? Ob frühere Kunden in den kommenden Wochen und Monaten wiederkommen - diese Frage konnte die Tafel-Vorsitzende nicht beantworten, weil jenseits der Ausgabetage zu den Tafel-Kunden kein Kontakt besteht. Es sei möglich, dass die Zahlen demnächst noch steigen.

Eine andere Beobachtung beschäftigt Monika Bartsch aber besonders: In den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung sind auch affallend viele Flüchtlinge nicht zur Ausgabe gekommen. "Ich kann aber nicht sagen, ob das mit einer gewissen Angst vor Corona zu tun gehabt hat. Zuletzt sind es aber wieder mehr geworden", sagte Monika Bartsch.

Insgesamt, so resümiert sie, sei die Tafel nach der Zwangspause wieder sehr gut in Fahrt gekommen "Unsere ca. 100 Helferinnen und Helfer, aber auch unsere Lebensmittel-Sponsoren und Geldspender haben der Tafel die Treue gehalten. Damit sind wir bisher gut durch die Krise gekommen".

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